PinballExpo

The Pinwitch

Pinball Expo Chicago 2009

Vom 14. - 18. Oktober fand in diesem Jahr die Pinball Expo statt. Es war die 25. Pinball Expo. Sie fand wie im letzten Jahr im Westin North Shore Hotel in Wheeling, Illinois statt.

Eigentlich sind Jubiläen ja was schönes, dieses stand allerdings unter einem ungünstigen Stern.

Ein Spielchen am Big Bang Bar mußte sein. Dieser stand zum Verkauf, weshalb er wohl ausser am ersten Tag immer aus war.
Wayne Neyens und ich . Einer von vielen Pinball - Veteranen, die sich diesmal auf der Expo ein Stelldichein gaben

Jerry Armstrong als Alleinunterhalter. Früher war er als Designer bei Williams und Data East tätig. Dort entwarf er u.a. die Spielfelder vom Millionaire und King Kong. Letzterer ging nie in die Produktion.

Stern Tour

 
Gary Stern bei der Factory - Tour. Ein wirklich glückliches Gesicht machte er nicht.

Kabelbäume werden nach wie vor von Hand gefertigt

 

An diesen Maschinen werden Kabelschuhe angecrimpt

 
Happy Halloween @ Stern Pinball
Kommt er, kommt er nicht? Das ist die Frage. Hier ein einsamer Karton mit Teilen vom Big Buck Hunter
gerade auf dem Band - Shrek
Gähnende Leere.....
....soweit das Auge reicht......
teilbestücktes Spielfeld vom Spiderman
NBA, Nascar, Lord of the Rings, Spiderman, Simpsons , CSI, IJ4 - nichts neues in Sicht....
Platinenteststand. Hier werden normalerweise verschiedene Baugruppen getestet
Der Spielfeldteststand - nichts zu sehen auf weiter Flur
John Rotharmel zeigte auf dem Computer eine 3D - Ansicht vom Skull - Mechanismus vom CSI. Man kann sich hier ein Teil von allen Seiten betrachten und Abläufe simulieren um feststellen zu können ob etwas wirklich funktioniert und ob es z.B. auch an eine bestimmte Stelle passt
John Borg (einziger noch bei Stern verbliebener Flipperdesigner) zeigte anhand von Beispielen CAD - gestützte Entwicklung von Spielflächen
Um 10 Uhr 38 verliessen wir die Halle. Auf der Stempeluhr steht noch Sega Pinball.

Vor und während der Expo

 
Gene Cunningham hat sich, wie schon in den Jahren zuvor, in einem Hotel eingemietet und dort seine Teile verkauft. Klar das wir da auch mal vorbeigeschaut haben!
Spielfelddetail Dale jr.

Und das Backglas dazu. Basierend auf Nascar und Grand Prix. Wurde bei uns nicht angeboten.

Eines der Geräte, auf denen das Turnier ausgetragen wurde. Im Gegensatz zu den anderen Jahren wurden diesmal keine Turniergeräte von Stern zur Verfügung gestellt.

Backglas Soccer Shot Pinball Das komplette Gerät. Es handelt sich hierbei um einen Video - Flipper.

Was für Guitar Hero Fans: Anstatt mit den Flipperknöpfen werden die Flipper mit den - farbig zugeordneten - Tasten an der Gitarre bedient.

Passend dazu wurde dieses Feature in einen Guns 'n Roses eingebaut.

Albert testet gerade das Handling

Das eine oder andere seltene Gerät bekam auch diesmal wieder zu sehen: Hier der UFO - X von Playmatic aus dem Jahr 1984.
Schon oft von gehört aber noch nie in Natura gesehen: The Empire Strikes Back von Hankin. Leider hatte ich keine Gelegenheit mal an diesem Gerät zu spielen da es schon am ersten Abend ausser Betrieb war und es auch die ganze Zeit blieb. Das Backglas vom Empire Strikes Back. Wunderschöne Optik, leider wegen der Verspiegelung schwer zu fotografieren.,
Noch ein Video - Pinball. Ist das die Zukunft des Flippers? Pinball mit Echtfunktion: Auf der linken Seite zwischen den Targets hängt eine Kugel. In einem Video - Flipper, wohlgemerkt!

Auch das gab's zu sehen: Bowling Bahnen im Miniformat (Hallo Jaja!)

Für den, der noch etwas Platz im Keller hat.

Chief Bank A Flip Galactic Poker Dice - ein interessantes Gerät mit fünf hintereinander liegenden Targetbänken. Dieser Prototyp wurde von Duncan Brown entworfen. Ob je geplant war, daraus ein richtiges Gerät zu machen ist mir nicht bekannt.

Customizing X-treme: Hier ein Getaway, der zum Lamborghini mutiert ist. Optisch ganz nett. Die Leuchten auf der Backbox sind allerdings so hell, das man beim Spielen eine Sonnenbrille braucht.

Gesehen bei Z - Plating

Hier ein Star Trek:tng von derselben Firma . Hier hält sich das Customizing noch in Grenzen. U.a. wurden Leuchtbänder an den Rampen verbaut. Nett finde ich die Star Trek - Embleme auf der Lockbar.

Am Freitag hatte Terry von Pinballlife open house. Dort konnte man sich mit allem was das Flipperherz begehrt eindecken. Auch das leibliche Wohl kam nicht zu kurz.

Die Anreise erfolgte bequem im Shuttlebus vom Hotel aus.

Oder mit Gregor, Kerstin und Albert im Auto.....

Terry hatte alle Hände voll zu tun um die Wünsche der Flipperteilejäger zu erfüllen . (Foto von Pinbertl - danke Norbert!)

Am Stand vom Pingamejournal:

Nicht ganz neu, aber trotzdem interessant: Das Backglasartwork vom Data East Star Trek. So sollte es wohl ursprünglich aussehen, ohne den Transportereffekt der im Seriengerät verwendet wurde.

Hier eine Spielfeldzeichnung vom Star Trek
Auf dieser Zeichnung hat Künstler Kevin o' Connor sich selbst 'versteckt' (Pfeil)
Ein Paar Bilder vom Kabinett. Die Zeichnungen rechts unten wurden nicht verwendet.
Auch hier bekam man natürlich Ersatzteile: U. a. am Stand von Bayareaamusements

Customizing überall: Hier eine kleine Auswahl an Dingen, mit denen man seinen Pin verschönern kann.

Auch LED's im Flipper sind mittlerweile in den USA ein Thema.

Überall geschäftiges Treiben - hier.....
....und auch hier
Ihn trifft man alle Jahre wieder: Sam Harvey, Mann der ersten Stunde. Er hat alle 25 Pinball Expos besucht.

Fireside Chat mit Steve Ritchie

 
Klar das ich den Fireside Chat mit meinem Lieblingsdesigner Steve Ritchie besucht habe
Whitewood vom Spiderman. Die Spiderman - Figur wurde im Seriengerät nicht verwendet.
Prototyp.... ...vom High Speed. Das fertige Produkt sah am Ende ganz anders aus
Da war die Flipperwelt noch in Ordnung. Steve Ritchie und Roger Sharpe bei einer Präsentation vom High Speed. Damals fehlten Steve schon zwei Finger der rechten Hand.

Auf der Reeperbahn nachts um halb eins....

v.l.n.r.: Hans Rosenzweig und Udo Nickel (Nova, die es damals noch gab und Williams Flipper in Europa vertrieben. Und das lange sehr erfolgreich) Steve Ritchie und der leider viel zu früh verstorbene Joe Dillon. Alles Leute, denen der Flipper sehr am Herzen lag.

Steve in jungen Jahren. Ich weiß nicht, wie alt (jung) er auf diesem Foto ist.

Whitewood vom Terminator 3. Man erkennt viele Parallelen zum T2

Gruppenfoto

v.l.n.r.: Michael Gottlieb, Duncan Brown, Brian Eddy, Roger Sharpe, Dennis Nordman, Larry de Mar, George Gomez, Lyman Sheats (verdeckt) Greg Freres daneben leider unbekannt

sitzend: Steve Kordek und Steve Ritchie

Zwei mal Steve:

Steve Ritchie und Steve Kordek. Zwei Männer, die Flippergechichte geschrieben haben.

Ich mit Steve Ritchie

Autograph Session, Seminare & Bankett

 
Martin Wiest referierte über das Schweizer Turniersystem

Seminar mit Pat Lawlor

Flipper wurden entwickelt um Geld zu verdienen. Sie wurden nicht für den Heimmarkt entwickelt.

Wohl leider eine Tatsache. Ohne Aufsteller, die Flipper kaufen um damit Geld zu verdienen, ist der Flipper kaum überlebensfähig.

v.l.n.r.: Michael Gottlieb, Alvin Gottlieb, Steve Kordek und Wayne Neyens

Michael Gottlieb: Wenn es in den 80er Jahren nicht Leute wie Barry Oursler gegeben hätte und Steve Kordek, die ihn unterstützen, hätte es nach '84 wohl keine Flipper mehr gegeben.

Wo sind die Leute heute, die dem Flipper den dringend nötigen Impuls geben?

'Mad Dog' Dave Christensen, für mich noch immer einer der genialsten Zeichner die es je gab!

Steve Ritchie auf der Autograph Session

Mein anderer Lieblingsdesigner: John Popadiuk mit Tochter

Gruppenbild von der Autograph Session:

obere Reihe v.l.n.r.: George Gomez, Pat Lawlor, John Trudeau, Dennis Nordman, Larry de Mar, Gary Flower, Steve Ritchie, unbekannt,

mitte: Dave Christensen, Roger Sharpe, Margaret Hudson, Brian Hanssen, Ray Gay, Wayne Neyens, Barry Oursler

unten: John Borg, John Popadiuk, Greg Freres, Kevin o' Connor, Brian Eddy, Bill Grupp

Sprecher auf dem diesjährigen Bankett: Michael Stroll, früher mal Chef bei Williams

Die nächste Pinball Expo soll vom 20. - 24.10 2010 stattfinden.

Hoffen wir, das sie stattfindet!

 

 

Pinball Expo Chicago 2004

Stern Tour

Die eigentliche Pinball Expo begann Donnerstag morgen mit einer Tour bei Stern Pinball


Voarb wurden uns noch einige interessante Informationen in Papierform ausgehändigt, die ich so interessant finde, das ich sie Euch nicht vorenthalten möchte:

In jedem Flipper sind etwa 3500 Teile , 1200 Schrauben und Unterlegscheiben, durchschnittlich 115 Lampen enthalten. Es können bis zu 72 Schalter, 24 Spulen und 8 Flasher Lampen in einem Gerät verbaut werden. In jedem Flipper sind etwa eine halbe Meile ( 1 Meile ca. 1,6 km) Kabel, durchschnittlich 100 Steckverbinder, 357 Kabelbinder und 88 Steckverbinder auf den Platinen.



Die Presse, die die Löcher in die Spielflächen stanzt, ist ursprünglich von Gottlieb. Diese wurde ende der 70er Jahre von Gottlieb (in der Zeit, als Gottlieb zu Columbia Pictures/Coca Cola gehörte) angeschafft. Diese Machine wird dazu benutzt Löcher exakt an die Stellen zu setzen an denen später Posts, Schrauben usw. montiert werden.

Das ist die Machine, mit der die Löcher in die Spielflächen gestanzt werden. Der 'Bediener' ist Ray Tanzer, früher Designer bei Gottlieb und heute bei Stern tätig.
Blick auf die Spielflächenmontage.
Bild oben: Hier zeigt Ray Tanzer anhand eines Beispiels auf der oberen Musterspielfläche, wo ein bestimmtes Teil auf der Spielfläche angebracht wird.

Unteres Bild: Teilmontage der Oberseite. Um die Spielfläche vor Beschädigung zu schützen, liegen alle Teile auf Matten.

Es gibt bei Stern etwa 33 verschiedene Montagelinien, z.B. für die Flippereinheiten, Slingshots, Bumper usw.
Hier wird gerade ein Kabelbaum in eine Elvis Backbox eingebaut.
An dieser Machine werden die Plungereinheiten für die Flipper zusammen genietet. Unten in dem Kästchen erkennt man die Links. Viele Teile wie Targets, Droptargeteinheiten usw. werden bei Stern im Haus gefertigt. Andere Sachen wie Gehäuse und Spielflächen werden von außen zugeliefert.
Die Droptargetbank von hinten. Man hat hier Wert auf Servicefreundlichkeit und leichte Zugänglichkeit der einzelnen Komponenten gelegt. Man braucht nur die Platte abzuschrauben um an die einzelnen Targets zu gelangen.
Hier sieht man die 'Elviseinheit', noch ohne Elvis.
Tests sind auch in der Flipperherstellung nicht unwichtig. Auf der linken Seite wird die Haltbarkeit von Posts bzw. Gummihülsen auf den Posts getestet. Allerdings haben da teilweise die Posts besser gehalten als die Spulen, die die Kugeln immer wieder auf die Posts geschossen haben. Da waren schon welche von ausgefallen.........
Auf der rechten Seite wurde die Mechanik der Elviseinheit einem Langzeittest unterzogen.
Traumberuf Testspieler? Die Dame auf der linken Seite tut's bereits seit vielen Jahren. Ich habe sie 1994 schon bei Gottlieb angetroffen! Das Gerät, das sie damals testete, war ein Freddy - Nightmare on Elmstreet. Der Mann, der sich dezent im Hintergrund hält, ist unser GPA - Präsident Martin Wiest. Natürlich ließ ich es mir nicht nehmen, auch mal ein Testspiel zu machen!
Ohne dem geht es nicht: All die kleinen und großen Teile die in einen Flipper eingebaut sind. Links sieht man einen Teil des Ersatzteillagers. Rechts sind einzelne Teile zu sehen mit den dazugehörigen Teilenummern.
So werden die Flipper im Moment noch verpackt............
.....und so soll es in Zukunft vonstatten gehen: In einer Vorrichtung werden zunächst die Styroporteile in die richtige Form gebracht. Diese werden dann, wie auf dem Bild zu sehen, rund ums Gerät angebracht und das Gerät dann in den Karton gepackt. Der Vorteil ist, daß das vom Handling viel einfacher ist und man das Gerät ggf. ohne großen Aufwand auch wieder einpacken kann.
Bei dieser Machine erkennt man nicht auf Anhieb, wofür sie ist: Damit wird Mylar auf Spielflächen aufgebracht. Man kann sich das Ganze wie eine Art Mangel vorstellen. Um das Mylar besser aufbringen zu können, wird die Spielfläche vorher mit Seifenlauge benetzt. Das hat den Vorteil das man die Folie problemlos verschieben kann. Um die Seifenlauge anschliessend wieder zu entfernen, kommt dann diese Machine zum Einsatz. Die Spielfläche wird da durch geschoben und das obere Teil drückt dann wie so eine Art Rakel die Flüssigkeit unter der Folie weg. Mit dem Vorteil, daß es keiner körperlichen Anstrengung bedarf.
Elvis als Limited Edition: Neben der Plakette hat diese Version noch eine vergoldete Handleiste, Siderails und Beine. Ob es auch auf der Spielfläche Unterschiede gibt, weiß ich nicht. Auch zu welchem Preis es verkauft wird, ist mir nicht bekannt. Und, was für uns Deutsche/Europäer interessant wäre, ob es dieses Gerät nur in den USA geben wird oder auch hier.
Das sollte eigentlich jedem einleuchten..........
Auch das gibt es bei Stern: Ein sog. 'Redemption', hierzulande aufgrund mangelnder Aufstellmöglichkeiten eher selten zu finden. Geschicklichkeit spielt hier weniger eine Rolle, zu gewinnen gibt es statt Geld Tickets die man gegen Ware eintauschen kann. Solche Geräte findet man in Vergnügungsparks und Arcaden in den USA.
Links: Joe Blackwell, technischer Leiter bei Stern.
Rechts: Shally Sax in ihrem Büro. Über sie laufen alle Bestellungen von Geräten bei Stern. Sie gehört schon seit den Anfängen bei Data East dazu.
So sieht das Büro von Gary Stern aus. Zur Zeit unseres Besuches war Gary gerade in Europa.
Zu guter letzt noch ein paar wissenswerte Dinge über Stern: Die momentane Firma ist in einem Gebäude untergbracht das 40000 sq foot (1 sq ft. = 929,03 cm²) groß ist. Zu guten Zeiten anfang der 90er Jahre hatte Stern bis zu 4 Gebäude angemietet.
Die normale Zeit um ein Spiel zu entwickeln beträgt etwa 1 Jahr.
Es arbeiten 56 Mitarbeiter bei Stern, die bei Bedarf durch Leiharbeiter aufgestockt werden. Zur Zeit werden etwa 55 Geräte pro Tag gebaut. Das ist wohl auch die Kapazitätsgrenze. Mir kam es ziemlich beengt vor dort. Für den Flipper ist das sicher positiv!
Geräte die nach Übersee (Europa!) gehen, sind mit verschiedenen Sprachen ausgestattet, Französich, Italienisch, Spanisch und Deutsch. Ebenso sind die Geräte für die USA neben englisch auch noch mit spanischer Sprache sowie die für den kanadischen Markt mit französischer Sprache ausgestattet.
Data East wurde im November 1986 gegründet. Sega kaufte Data East 1994, Gary Stern schliesslich kaufte Sega 1999.
 

Seminare

Wie auf jeder Expo gab es auch diesmal wieder viele Seminare zum Thema Flipper. In diesem Jahr waren es mehr als sonst. Allerdings habe ich nicht alle Seminare besucht weshalb die Vorstellung hier nicht komplett ist.
Designer Gary Gayton hat einige Jahre für Bally gearbeitet und war dort u. a. für Geräte wie Evel Knievel, Star Trek, Strikes & Spares, Lost World, Hot Doggin' und Fireball 2 verantwortlich. 1969 arbeitete er zunächst in den Ferien bei Bally, 1972 fing er dort als Designer zunächst für Bingos und Slotmachines an. Dort lernte er auch Jim Patla kennen, mit dem er viele gemeinsame Projekte bestritt.Auf dem Bild oben rechts sind die beiden als Gewinner auf einem Flipperturnier in den 70er Jahren zu sehen. Rechts Gary Gayton, links Jim Patla. Auf dem Backglas vom Evel Knievel ist übrigens seine damalige Freundin, heutige Frau zu sehen.
Dave Link ist der Mann der für viele Geräte die Spielfeldtoys entworfen hat. Zu sehen sind auf dem Bild oben rechts u. a ein Modell des Marsianer vom Attack from Mars, die Toilette vom South Park sowie im Hintergrund das Modell der Elvis Figur.
Hier noch einen Auswahl verschiedener Playfieldtoys: Der Kopf vom T3, ein Gopher vom No good Golfers, der Torwart vom Striker Xtreme, ein Turm vom Lord of the Rings, die Deadheads vom Scared Stiff und eine Figur vom X Files.
John Osborne war bis 1982 Designer bei Gottlieb. Dort entwarf er u. a. die Spielflächen für Blue Note, Hit the Deck, Neptune, Rock Star Strange World (alles EM 1 Player), Gridiron, Force 2 und Haunted House.
Gene Cunningham (rechts) vielen bekannt als Inhaber von Illinois Pinball berichtete über verschiedene Projekte die er plant bzw. in die Tat umgesetzt hat. Er hat u.a. Spielflächen und Scheiben für Bally Fathom nachgemacht. Versuche den oft gesuchten Ball für den World Cup Soccer '94 zu reproduzieren scheiterten allerdings bisher am noch nicht passenden Material. Sein neuestest Projekt ist die Neuauflage des Capcom Flippers Big Bang Bar. Der soll im nächsten in einer Auflage von 111 Stück gebaut werden. Ebenfalls geplant: Eine Auflage von 20 King Pin, dem Nachfolger vom Big Bang Bar. Soweit ich es mitbekommen habe, sind über 120 BBB während der Expo vorbestellt worden. Nun muß er nur noch gebaut werden........
Auch Martin Wiest war ein Sprecher auf der Pinball Expo. Neben Arne Asphjell aus Schweden berichtete er über die europäische Flipperszene.
Das letzte, aber für mich eines der interessantesten Seminare war das von Doug Watson. Er war im Laufe der Jahre für einige Firmen als Zeichner tätig. Für Gottlieb, Bally und Williams. Sein Artwork ziert einige Geräte. Das oben gezeigte für den Demolition Man war eines von vielen für dieses Gerät. Insgesamt 10 Entwürfe wurden aus den verschiedensten Gründen verworfen, in erster Linie weil die dargestellten Schauspieler nicht einverstanden waren. Das endgültige Bild wurde am ende übrigens von Linda Deal fertiggestellt.
So wollte Arnold Schwarzenegger es nicht haben: Hier ist der rechte Arnie zu 'nackt'. Er wollte gerne mit Sonnenbrille abgebildet werden. Auf der endgültigen Version ist er bekleidet und noch komplett. Als kleine Freiheit nahm Doug Watson sich heraus, das man hinter der Sonnenbrille das linke Auge rot hervorschauen sieht.
Pool Sharks: Diese hier sieht ganz anders als als die Version die schließlich zum Einsatz kam. Die Ursprungsversion war den Bally - Leuten etwas zu 'aggressiv'.
The Shadow: Auch hier sind einige Unterschiede zur endgültigen Version. Der ganze obere Bereich wurde verändert, einschließlich der Schrift, die bei der richtigen Version direkt über dem Kopf von Alec Baldwin zu sehen ist und das 'The' steht über 'Shadow'. Auch der Mann rechts neben der Frau unten links sieht man auf der endgültigen Version nicht mehr.
Diese zwei Flipper gab es nie. Ich könnte mir auch nicht vorstellen das ein Flipper mit dem Thema atomare Verseuchung wirklich ein Renner geworden wäre.
Noch andere interessante Geschichten: Barracora sollte eigentlich Barracuda heißen. Devils Dare wurde komplett neu gezeichnet, nachdem den Gottlieb - Leuten zu viele nackte Frauen darauf zu sehen waren. Die endgültige Version wurde allerdings nicht von Doug Watson gezeichnet. Die Frau auf dem Attack from Mars ist eine Sekretärin von Ken Fedesna. Doug Watsons letztes Artwork für Williams war das für den Ticket Tac Toe, ein Redemption mit Flippern, was es hier allerdings nicht auf den Markt kam. Die Zeichnungen dafür hatte er innerhalb von zwei Wochen fertiggestellt, normalerweise dauert das etwa ein halbes Jahr.

Fireside Chat mit Brian Eddy

Tradition auf der Pinball Expo hat mittlerweile der Fireside Chat. An zwei Abenden kommen bestimmte Leute um von den Sachen die sie in der Flipperindustrie, aber auch außerhalb gemacht haben, zu berichten. Auch werden Fragen aus dem Publikum beantwortet solange es nicht um 'geheime' Dinge wie Stückzahlen einzelner Geräte oder was derjenige gerade entwickelt geht.
Linkes Bild: Sprecher von links nach rechts: Dan Forden (auf dem rechten Bild noch mal groß zu sehen), das ist einer der Leute die den Flippern ihren Sound 'verpassen'. Zwei seiner Geräte waren u. a. Star Trek: tng und Medieval Madness. Daneben: John Youssi, einer von denen die Flippern ihr Gesicht geben. Das waren z.B. Medieval Madness, Addams Family und viele andere Pat Lawlor - Geräte. Stehend: Brian Eddy, eigentlich ein Softwareentwickler, der aber auch bekanntermaßen einige Flipper gemacht hat: The Shadow, Attack from Mars und natürlich Medieval Madness. Greg Freres, ebenfalls ein Zeichner ist schon lange dabei und auch heute noch bei Williams tätig. Von den älteren Geräten waren z.B. Fathom und Elvira & the Partymonsters von ihm und von den neueren Scared Stiff, Revenge from Mars oder No Fear. Eine seiner weniger ruhmreichen Taten war wohl Hardbody......... Lyman Sheats ist den meisten wohl eher als Gewinner der diesjährigen Flipperweltmeisterschaften ein Begriff. Im wirklichen Leben ist er Programmierer und tut dies bei Stern. Ganz rechts ist Gary Flower, er hat vor einigen Jahren zusammen mit Bill Kurtz das Buch 'Pinball' herausgebracht und erfüllt hier die Funktion eines Moderators.
Einige der anwesenden Leute auf der Fireside Chat, die zwar nicht alle Sprecher waren aber dennoch mit Flippern zu tun haben: Obere Reihe von links nach rechts: Duncan Brown, Dan Forden, John Youssi, Brian Eddy, Lyman Sheats, der Herr sitzend weiß ich im Moment nicht wer es ist. Untere Reihe: Cameron Silver, Dwight Sullivan, Mark Ritchie, unbekannt, Steve Ritchie und Larry de Mar.
Hier einige Notizen die so ein wenig die Entstehung des Backglas vom Medieval Madness wieder geben.
Das war die Originalvorlage für den König auf dem Backglas.
Zwei Beispiele für die Schriftarten. Man achte auf die Schreibweise im rechten Beispiel.
Hier noch zwei Beispiele für das Cabinettartwork. Keines davon wurde verwendet.
150 Namensvorschläge gab es für den Medieval Madness. Der Gewinner war eigentlich 'Days of Knights' mit sechs Stimmen vor Medieval Madness mit 5 Stimmen. Der Künstler nahm sich allerdings die Freiheit sich dann letztlich für Medieval Madness zu entscheiden. Das war auch gut so, wie ich finde!

Fireside Chat mit George Gomez

George Gomez (hier im Gespräch mit Martin Wiest) war Gastgeber der zweiten Fireside Chat. Er berichtete über die Sachen, die er außer Flipper noch gemacht hat. Das waren u. a. verschieden Bedienelemente für Videospiele und technische Spielzeuge. Für die Automatenindustrie hat er einen 'Whirly Bird' entwickelt, das ist so ein mechanisches Hubschrauberspiel. Bei Williams war u. a. maßgeblich an der Entwicklung von Pinball 2000 beteiligt. Sein Vorschlag war, sowohl Pinball 2000 als auch herkömmliche Geräte weiter zu bauen. Eine Idee die allerdings keinen Anklang fand. Aber auch heute noch ist er bei Stern an der Entwicklung von Flippern beteiligt..

Autograph Session

Lange Tradition auf der Expo hat auch die Autograph Session. Diesmal waren sehr viele Leute da, ebenso wie Leute die sich alle möglichen Sachen signieren ließen. Das waren neben Büchern und Flyern auch T-Shirts, Backglasfolien und sogar komplette Spielflächen.
Obere Reihe vlnr: Greg Freres, Mark Ritchie, Greg Kmiec, Stan Fukuoka, Gary Gayton, Michael Shalhoub, Roger Sharpe, Brian Eddy, Gene Cunningham, Seamus McLaughlin, Michael Gottlieb, Pat McMahon (verdeckt) Steve Ritchie, John Youssi, Pat Lawlor, Doug Watson
Untere Reihe vlnr: Pam Erickson, Dave Christensen, Alvin Gottlieb, Steve Kordek, Wayne Neyens, Gary Flower
Links: Michael und Alvin Gottlieb. Rechts: Mad Dog Christensen himself: Dave Christensen, auch mit 66 Jahren immer noch 'a little bit crazy'.

Das Bankett

Drei von vielen Gästen auf dem Bankett am Samstag: Links Joe Kaminkow, bis vor ein paar Jahren Designer bei Data East/Sega. Heute entwickelt er in Las Vegas für IGT (einer der größten Slotmachinehersteller der Welt) Slotmachines.
Auf dem rechten Bild sind Margret Hudson und Kevin o' Connor zu sehen, rechts daneben einer der Pinball Expo Veranstalter, Rob Berk.
Das diesjährige Bankett entpuppte sich als Marathonveranstaltung und wird sicherlich als längstes in die Geschichte eingehen. Normalerweise ist das Bankett so gegen halb elf beendet, diesmal dauerte es bis viertel nach zwölf. Weil es die 20. war, hatten natürlich auch viele Leute viel zu erzählen. Mir war das ganze etwas zu langatmig weshalb ich schon eine halbe Stunde vor ende gegangen war.
Als Bankett Sprecher konnte auch diesmal wieder Pat Lawlor gewonnen werden, der schon einige Male zuvor dort die Leute mit möglichen und unmöglichen Geschichten seiner Zeit bei Williams erfreut hat.
Die nächste Pinball Expo findet übrigens vom 20. -23. 10. 2005 statt. Informationen findet ihr hier

Seltene Geräte & Whitwoods

Zwei Whitewoods: Links Cactus Jacks von Gottlieb von 4/91 und rechts Starship Troopers von Sega von 1/98
Ein früher Prototyp vom Cirqus Voltaire. Hier waren noch einige Sachen anders als beim Seriengerät. Der Spinner sah noch ganz anders aus. Auf dem rechten Bild (leider schlecht zu sehen) sieht man das statt des üblichen Microschalter eine Gabellichtschranke eingesetzt wurde. Die wurde allerdings aus Kostengründen nicht eingesetzt. Die Rampe, die zum Miniplayfield führt, war komplett aus Holz.
Auch das wurde nicht eingebaut: Die Kugel hinter dem Plastikball. Bild rechts: Auch bei Williams wurde manchmal improvisiert. Man achte auf den Post und den Holzklotz daneben.
Der Whitewood vom Elvis
Bally Fore von 3/72, nur 80x gebaut.
Hot Shotz von Bally/Midway von 1985, nur 6x gebaut. Ist eigentlich eher ein Billardspiel. Sogar die Spielfläche war mit Billardtuch bespannt und statt einer normalen Kugel kommt hier wie beim Herkules eine Billardkugel zum Einsatz.
So sieht die 3rd Edition vom Sega/Stern Harley Davidson aus.

After the Expo

Nach der Expo war noch etwas Zeit die wir u. a. dazu nutzten, eine der Testlocations zu suchen an denen die neuen Stern - Geräte auf Herz und Nieren geprüft werden. Wo ginge das besser als in einer Kneipe? Bei unserem Besuch stand dort ein Elvis. Der funktionierte nicht richtig, der Techniker war aber schnell da und fand den Fehler auch recht schnell.
So sieht es von aussen aus..........
.........und so von innen. Hier testet Albert (Pinmanic) gerade den Elvis.
Wer auch gerne mal da hin möchte, wenn er gerade in der Nähe ist: 50th North Barnington Road, Streamwood, Illinois 60107.
Auch wenn hier leider keine Flipper mehr gebaut werden: Ein Besuch in der North California Avenue stand ebenfalls auf dem Programm. So sieht es heute bei Williams aus. Im Gegensatz zu früheren Zeiten hat sich die Fassade ziemlich verändert.
So sieht das Gebäude aus der Ferne aus.
Gleich um die Ecke findet man Midway. Dort werden heute Videospiele gebaut, allerdings mehr für den Homemarkt, weniger Videospielautomaten. Wir hätten uns gerne mal umgesehen, aber man ließ uns leider nicht rein.
To be continued...........
 
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